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Digitale PR in Startups und im Mittelstand erfordert Mut und Profis

Unternehmen erreichen heute mehr als die Hälfte ihrer Kund*innen nicht mehr über die klassischen Medien. Online-Kanäle sind Pflicht. Nicht wahllos, sondern fokussiert – wozu es Mut braucht. Hinzu kommt: Online PR wird heutzutage oft gleichgesetzt mit Social Media, obwohl sie nach wie vor auch Journalist*innen adressiert, z. B. von etablierten Websites wie Business Insider oder Gründerszene. Aber ist das alles, was mit digitaler PR im Mittelstand gemeint ist? Was bedeutet die digitale Transformation wirklich für die Unternehmenskommunikation? 3 Deutungsvorschläge:

Optimierte Prozesse

Was für Unternehmen gilt, gilt auch für die Kommunikationsexpert*innen bzw. -abteilungen. Wenn digitales Arbeiten der Maßstab ist, muss sich auch die PR diesen Anforderungen stellen, um den Wandel nicht nur kommunikativ zu begleiten, sondern selbst aktiver Teil davon zu sein. Die Digitalisierung stellt eine große Chance dar und hilft, Prozesse zu adaptieren und beschleunigen. Noch nie gab es die Möglichkeit (selbst als externe PR-Berater*in), so nah dran zu sein am Unternehmensgeschehen. Nehmen wir als Beispiel das Kommunikationstool Slack, bei dem sich jede*r, auch die PR-Verantwortlichen, in Channels auf dem aktuellen Stand halten. Hiermit geht die Gefahr einher, sich zu verzetteln. Aber genau deswegen ist m. E. die Professionalität der PR Expert*innen immer wichtiger. Sie müssen Prozesse kritisch hinterfragen, Transparenz schaffen und glaubwürdig sein. Strategie, Führung und Erfahrung – das kann man mal nicht so nebenbei.

Hilfreiche Tools

Die Digitalisierung der PR bedeutet ein großes Set an Tools, die helfen können bei der täglichen Arbeit. Das fängt an bei der Organisation von Kontakten, Notizen, Redaktions- und Terminplänen (Trello, Zenkit), der Erstellung von Infografiken (Canva, Piktochart) bis hin zu Videos (Powtoon, Wideo). Es gibt sogar, was für mich als Linguistin subjektiv gesehen ein Grauen ist, Hilfstools für die Sprache (Wortliga, Blablameter). Obwohl, wenn ich an die inhaltsleeren Texte auf vielen Webseiten denke, dann würde ich doch sagen: Probieren Sie es aus!


Intelligente Daten-PR

Nicht zu vergessen ist die Daten-PR. Ich meine damit nicht nur die Frage, was Daten für die PR tun können, also z. B. die Auswertung von Pressemeldungen, Artikeln, Social Media Posts, sondern auch das Aufspüren von Datenquellen. Beherrschen Sie Ihren Browser (Stichwort Add-ons, Bookmarks) wirklich? Wer intelligent sucht, kann sogar verborgene Studien auf Unternehmensseiten finden. Die Frage danach, wo und wie ich relevante Daten und Informationen finde, ist ungeheuer komplex und bezieht in der PR neben dem Web-Archiv den Dialog mit Stakeholdern ein. Wir reden nicht nur mit Journalist*innen, sondern mit Partner*innen, Mitarbeiter*innen, Wettbewerber*innen, Investor*innen. Als PR Profi nehme ich das Grundrauschen des Marktes auf, höre direkt in ihn herein. Eine ganz andere Bedeutung wiederum hat Daten-PR im Bereich Storytelling. Viele Unternehmen haben in ihrem Backend interessante Daten, die man in Geschichten übertragen könnte. PR als kreativer, neugieriger Ideengeber – auch das ist Teil der Digitalisierung der Kommunikation.

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