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Mit wenig Budget viel erreichen

Hinter den großen Stories, die wir aus Zeitungen und Magazinen kennen, stehen oft ausgeklügelte Strategien von PR-Profis. Dieses Vorgehen ist von Vorteil, allerdings kein Muss, um sich in der Medienlandschaft einen Namen zu machen. Journalistinnen und Journalisten interessieren sich für spannende Aufhänger und „echte“ Geschichten. Dazu braucht es gute Ideen, Kontakte und vor allem Ausdauer. Mit ein wenig Recherche, Planung und Anstrengung können Sie Ihr Unternehmen bekannt machen, selbst wenn Sie kein Budget für einen PR-Experten oder eine Agentur haben. Die folgenden 5 Bausteine helfen Ihnen, Ihre Strategie zu entwickeln.

Content

Das Zauberwort für eine verlässliche Anhängerschaft heißt Content (Marketing). Suchen Sie sich ein Nischenthema aus, das zu Ihrem Unternehmen passt und erstellen Sie für die User und Userinnen (die Ihre potenziellen Kundinnen und Kunden sind!), interessante Inhalte, die einen deutlichen Mehrwert bieten. Sprechen Sie z. B. die Probleme und Herausforderungen Ihrer Zielgruppe an und zeigen Sie Ihnen geeignete Lösungen. Ob in Blog-Artikeln, E-Books oder Social Media Beiträgen – Content kann vielfältig verpackt werden. Es wird nicht lange dauern, bis Sie sich als ExpertIn für ein bestimmtes Thema positioniert haben und die Presse Sie zurate ziehen wird, wenn es um fachlichen Input geht.

Extra-Tipp: Achten Sie auf eine einfache und präzise Sprache. Lesen Sie jeden geschriebenen Satz laut vor. Würde ihn Ihre Oma verstehen? Oder Laien?

Networking

Vernetzen Sie sich mit Ihrer Branche. Das lässt sich z. B. durch Xing oder Facebook-Gruppen realisieren. Verabreden Sie sich mit Ihren neuen Kontakten auf Veranstaltungen, wie z. B. Messen. Man mag kaum glauben, welche Synergien sich ergeben, wenn man bei einem Kaffee zusammensitzt. Versuchen Sie, Ihr Thema, und sei es noch so „staubtrocken“, in lockerer Atmosphäre zu positionieren und Menschen von Ihrer Idee zu begeistern. Sobald Sie in Ihrer Branche ein kleines Netzwerk aufgebaut haben, können Sie Interessierte, ExpertInnen und KooperationspartnerInnen in Ihre Firma einladen, um über aktuelle Herausforderungen Ihrer Branche zu diskutieren und Ideen voranzutreiben. Und das beste? Irgendjemand kennt immer irgendjemanden aus der Presse. Das ist ein langwieriger Weg, der Sie Zeit kosten wird – allerdings mit beeindruckenden Ergebnissen, da nichts über persönlich aufgebaute Beziehungen geht. 

Relevanz & Kreativität

Sie bemühen sich und erhalten keinerlei Aufmerksamkeit? Geben Sie Ihren News einen neuen Anschliff. Schauen Sie sich z. B. erfolgreiche Wettbewerber etwas genauer an und gestalten Sie eine Übersicht Zielgruppen gerichteter Botschaften und spannender Aufhänger für Themen. Nun vergleichen Sie diese Übersicht mit Ihren eigenen Botschaften. So können Sie genau sehen, was Ihre Konkurrenz möglicherweise präziser kommuniziert und diese Erkenntnisse für sich adaptieren. Aber bitte nicht kopieren! Journalistinnen und Journalisten mögen neue und relevante Botschaften – und keine Marketingfloskeln aus Unternehmensperspektive à la „Sales laufen besser als erwartet“. Stellen Sie sich immer die Frage, was die Zielgruppe bzw. die Leser*innen des jeweiligen Mediums interessieren könnte. Das Medium, das Sie adressieren, sollten Sie also kennen bzw. mindestens einmal selbst gelesen haben.

Springen Sie auf aktuelle Trends auf

Saisonale und event-basierte Themen sind ein guter Weg, um eine spannende Geschichte rund um Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu stricken. Recherchieren Sie, welche Jubiläen, Festtage, öffentliche Events oder Jahreszeitenwechsel in Zukunft anstehen und überlegen Sie sich, wie Sie sich in deren Rahmen positionieren können. Wie wäre es mit Tipps & Tricks, wichtigen Zahlen und Fakten oder sogar einer Infografik? Die Erfahrung zeigt, dass mit Hintergründen angereicherte Storys von der Presse sehr wohlwollend angenommen und oftmals sogar archiviert werden für den späteren Bedarf. Seien Sie also nicht enttäuscht, wenn Texte nicht gleich veröffentlicht werden. Markenbildung braucht Zeit. Und sollten Sie tatsächlich mal JournalistInnen am Hörer haben, fragen Sie, welche Inhalte, Tipps oder Studien für sie und ihre LeserInnen interessant wären.

Extra-Tipp: Die Recherche zu Weihnachtsthemen beginnt in vielen Redaktionen (insbesondere im Bereich Print-Magazin) bereits im August.

Seien Sie multimedial vertreten

Wenn Sie ein großes Medienecho wünschen, können Sie für den Versand einer Pressemitteilung auf den Service eines Nachrichtendienstes wie z. B. Meltwater oder Gorkana/Cision zurückgreifen, der Ihre Mitteilung an viele nationale und internationale (Fach-)Journalisten versendet. Leider sind diese Programme oft teuer. Wenn Sie Geld ausgeben, wählen Sie ein transparentes Tool, innerhalb dessen Sie Medienkontakte pflegen, Influencer identifizieren und aus vielen Empfängerlisten geeignete JournalistInnen und BloggerInnen auswählen können. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Presseportale, die es Ihnen ermöglichen, die eigene Pressemitteilung kostenlos ins Netz zu stellen – beispielsweise pressebox.de, presseanzeiger.de oder openPR.de. Hier ist meistens wenig Sichtbarkeit im Netz gegeben, aber für viele Meldungen ist es wichtig, dass sie sich, Stichwort Online-PR, im Internet finden und recherchieren lassen, selbst wenn kein/e JournalistIn das Thema aufnimmt. Aber auch hier gilt: Qualität vor Quantität. Stellen Sie nicht wahllos Ihre Meldung auf verschiedene Portale ein, sondern beschränken Sie sich auf ein bis zwei Tools. Die Auswahl ist abhängig davon, ob Sie eher Wirtschafts-Interessierte, VerbraucherInnen oder ein Fachpublikum ansprechen möchten.

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